Fortbildungskampagne öffentliches Recht
Rufnummer für Rückfragen
+49 30 89 56 27 16

Blog-Layout

Verlängerung der Übergangsfrist des § 2b UStG wurde beschlossen – Praxisseminar Besteuerung

22. November 2024

PRESSEMITTEILUNG

Die Fortbildungskampagne veranstaltet im kommenden Frühjahr ein Praxisseminar zu aktuellen Entwicklungen der Besteuerung der öffentlichen Hand


Der Referentenentwurf für das Jahressteuergesetz 2024 beinhaltet eine weitere Verlängerung der Übergangsfrist des § 2b UStG um zwei Jahre. Demzufolge wird die Rechtsvorschrift für Einrichtungen der öffentlichen Hand ab dem 1. Januar 2027 getätigte Umsätze gelten. Dies wurde vom Bundesrat am 22.11.24 im Rahmen der Verabschiedung des Jahressteuergesetzes bestätigt.

 

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) begründet die geplante weitere Verlängerung mit den großen administrativen und finanziellen Herausforderungen für öffentliche Einrichtungen in der Vorbereitungsphase. Grundlegende Rechtsanwendungsfragen, die einer rechtssicheren und fristgerechten Umsetzung des § 2b UStG entgegenstünden, erforderten eine weitere, nunmehr die dritte Verlängerung nach Einführung des § 2b UStG.

 

Juristische Personen des öffentlichen Rechts, die bisher Gebrauch von der Übergangsregelung gemacht haben, können allerdings nach den Plänen des BMF mit Wirkung zum Beginn des Jahres 2025 für die Anwendung des neuen Besteuerungsregimes optieren.

 

Wer sich zu aktuellen zentralen Fragen der Besteuerung der öffentlichen Hand informieren möchte, dem sei das kommende Praxisseminar am 20. und 21.03.2025 der Fortbildungskampagne öffentliches Recht mit Jochen Bürstinghaus vom Finanzamt für Groß- und Konzernprüfung in Aachen sowie Christian Trost und Andreas Beyß von der BDO Concunia Wirtschaftsprüfungsgesellschaft empfohlen.

 

Die Referenten werden im Seminar im März den aktuellen Stand sowie zahlreiche Implikationen nicht nur der Umsatzbesteuerung, sondern auch hinsichtlich steuerlicher Risikofelder und Tax Compliance Management in umfassender Weise vorstellen und besprechen.

 

> Detaillierte Informationen zum Programm und zur Anmeldung können Interessierte hier abrufen.

Für weitere Informationen und Fragen wenden Sie sich bitte an: 


Constanze Korb

Fortbildungskampagne öffentliches Recht

Presse und Kommunikation


Tel.: +49 (0) 30 89 56 27 13

E-Mail: presse@fortbildungskampagne.de


Über Fortbildungskampagne öffentliches Recht:


Die Fortbildungskampagne öffentliches Recht wurde 2019 in Berlin gegründet und erweitert das Weiterbildungsangebot im öffentlichen Sektor durch effiziente Veranstaltungen im Online-Format. ExpertInnen aus der Praxis, aus Forschung und Lehre und dem Rechtsbereich vermitteln ihr fundiertes Wissen im Rahmen von Seminaren und Inhouse-Schulungen. Die Veranstaltungen bieten einen direkten Austausch mit den ReferentInnen vor Ort und online.


Die Fortbildungskampagne eruiert über fortlaufende Recherchen und den ständigen Austausch mit ExpertInnen und Institutionen den tatsächlichen Fortbildungsbedarf an aktuellen und praxisrelevanten Themen. Sie versteht sich als eine innovative Plattform für Wissenstransfer, deren Angebot die öffentliche Hand aktiv mitgestalten kann. 

31. März 2025
Meinungsbeitrag: Till Spurny Ein Wort wie „Entmenschlichung“ brachte man bis vor kurzem allenfalls mit den Verbrechen des Nationalsozialismus in Deutschland in Verbindung. Inzwischen werden jedoch von der amerikanischen Regierung Pressefotos verbreitet, auf denen Menschen in Gefangenschaft gezeigt werden, mit kahl geschorenen Köpfen, unwürdig in eine gebeugte Haltung gedrückt, um die „erfolgreichen Deportationen“ aus den USA zu belegen. Das ist ein Beispiel für Entmenschlichung, einer Vorstufe zu noch mehr Entwürdigung und roher Gewalt. Dass die aggressive Rhetorik und die dazugehörenden Handlungen der US-Regierung (Stichwort: Yemen) wie eine Gewaltankündigung verstanden werden können, zeigt nicht zuletzt ein aktuelles Zitat von Warren Buffet, in dem er die Erhebung von Zöllen als „Kriegshandlung“ bezeichnet (Tariffs are 'an act of war ', W. Buffet). Warum ist das relevant, wenn man zum Beispiel gerade dabei ist, die Digitalisierung voranzutreiben und Prozesse durch Technologie, Software und KI zu vereinfachen? Die Beobachtung dieser schleichenden Entmenschlichung ist deshalb relevant, weil wir uns in Deutschland bereits in einer Situation wiederfanden, in der die Puzzleteile und Einzelereignisse retrospektiv rekonstruiert werden mussten, um die größte Katastrophe unserer Geschichte zu erklären. Im Rückblick wurde dann schrittweise erklärbar, wie es zu einer Situation kommen konnte, in der Menschen nicht mehr Menschen waren. In der Rückschau konnte man dann den Stellenwert einzelner Ereignisse bewerten und konkret aufzeigen, wie letztlich eines zum anderen führen konnte. Auch wenn heute niemand sagen kann, in welche Zukunft wir uns konkret bewegen, mit welcher Überschrift das gegenwärtige Kapitel in den Geschichtsbüchern einst überschrieben sein wird, so ist doch spürbar, dass dies ein historischer Moment ist. Werden neue Technologien und Innovationen vor diesem Hintergrund stets mit einer positiv besetzten Vorstellung von Fortschritt und Entwicklung verbunden bleiben? Oder ist es denkbar, dass zum Beispiel künstliche Intelligenz einst mit Kontrolle, Herrschaft und Macht in Verbindung gebracht wird? Das darf man durchaus fragen, angesichts einer nahezu vollständig selbstverständlichen und weitreichenden Technologieabhängigkeit. Wem das gänzlich abwegig erscheint, der möge sich fragen, wie es der Technologie-Industrie bisher gelungen ist, Produkte an hunderte Millionen oder gar Milliarden von Kunden zu verkaufen und gleichzeitig die negativen Konnotationen aus Orwell's 1984 und anderen Fiktionen zu vermeiden. Es ist durchaus bezeichnend, dass Jensen Huang, Gründer und CIO von NVIDIA, dem wichtigsten Hersteller von KI-Prozessoren der Welt, kürzlich eine Kollaboration im Bereich Robotics zwischen NVIDIA, Open AI und Disney Research verkündet hat. Das lässt erkennen, dass man auch für ernsthafte KI-gestützte Roboter-Technologie offenbar ein Unternehmen wie Disney benötigt, das den Maschinen Töne, Geräusche und Gesten einverleiben kann. Damit wird uns Menschen das Gefühl vermittelt, es mit intelligenten Wesen zu interagieren anstatt mit Plastik- und Aluminiumkästen und Kupferdrähten. Im besten Fall unterstützt uns die Technologie darin, einfach menschlich zu sein - eben Mensch zu sein. Doch das bedeutet auch, dass wir aufhorchen sollten, wenn die Grenze zur Entmenschlichung überschritten wird.
17. Februar 2025
Lebenslang lernen - Fluch oder Segen?
Weitere Beiträge
Share by: