9. März 2026
"Some say that Ukraine should be grateful for everything. The truth is exactly the opposite. The rest of us should be grateful to Ukraine." (Donald Tusk, Prime Minister of Poland, 14.02.2026) In diesem Zitat von Donald Tusk drückt sich eine Sichtweise aus, die in letzter Zeit immer wieder zu hören ist: Wir sollten als Deutsche und Europäer froh darüber sein, endlich vom Rest der Welt wachgerüttelt worden zu sein, um aus unserem „Dornröschenschlaf“ (Peter Sloterdijk) zu erwachen beziehungsweise um den längeren „Urlaub von uns selbst“ (ebd.) in sicherheitspolitischer Hinsicht nun zu beenden. Mit der neuen sicherheitspolitischen Lage in Europa rücken Fragen der militärischen und zivilen Krisenvorsorge stärker in den Mittelpunkt politischer Debatten. Strategiepläne wie die nationale Sicherheitsstrategie Deutschlands oder der sogenannte Operationsplan Deutschland sollen sicherstellen, dass Staat, Wirtschaft und Gesellschaft im Ernstfall handlungsfähig bleiben. Doch die rechtlichen Rahmenbedingungen für viele der möglichen Maßnahmen sind bislang nur teilweise geklärt. Besonders deutlich wird dies beim möglichen Einsatz der Bundeswehr im Inland. Das Grundgesetz setzt hier sehr enge Grenzen. Militärische Unterstützung ist grundsätzlich nur in klar definierten Ausnahmefällen erlaubt, etwa bei Naturkatastrophen, schweren inneren Notlagen oder im Verteidigungsfall. In modernen Bedrohungsszenarien hingegen, die sich häufig in Graubereichen zwischen Frieden und militärischem Konflikt bewegen, könnten die verantwortlichen Ebenen gezwungen sein, sicherheitspolitisch schnell zu handeln, während gleichzeitig unklar bleibt, ob einzelne Maßnahmen vollständig mit der Verfassung vereinbar sind. Ähnliche juristische Unsicherheiten bestehen bei der Einbindung ziviler Infrastruktur und privater Unternehmen in sicherheitspolitische Planungen. Logistikunternehmen, Energieversorger oder Telekommunikationsanbieter spielen eine zentrale Rolle für militärische Mobilität und Krisenresilienz. Doch sobald staatliche Stellen im Ernstfall auf private Ressourcen zugreifen oder Prioritäten in Transport- und Lieferketten festlegen, stellen sich unmittelbar Fragen des Eigentumsrechts, der Berufsfreiheit und des europäischen Wettbewerbsrechts. Ohne präzise gesetzliche Regelungen könnten solche Eingriffe im Nachhinein Gegenstand langwieriger Gerichtsverfahren werden. Hinzu kommt die komplexe Kompetenzverteilung zwischen Bund, Ländern und europäischen Institutionen. Während Verteidigungspolitik in erster Linie Bundesaufgabe ist, liegen zentrale Bereiche der inneren Sicherheit bei den Ländern, insbesondere Polizeiarbeit und Katastrophenschutz. Gleichzeitig wächst die Bedeutung europäischer Koordinationsmechanismen im Rahmen der EU-weiten Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Diese mehrstufige Zuständigkeitsstruktur kann in einer akuten Krisensituation zu rechtlichen Unklarheiten führen, etwa darüber, welche Behörde letztlich entscheidungsbefugt ist. All diese Faktoren deuten darauf hin, dass Deutschland und Europa im Ernstfall vor einem grundlegenden Dilemma stehen könnten. Politische und militärische Entscheidungsträger müssten möglicherweise rasch handeln, um die Handlungsfähigkeit des Staates zu sichern, selbst dann, wenn die rechtliche Bewertung einzelner Maßnahmen noch nicht abschließend geklärt ist. Eine mögliche Krise beziehungsweise das Eintreten einer der Eskalationsstufen (Friede, hybride Bedrohungslage, Krise und Krieg) könnte damit nicht nur politische und wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen, sondern auch eine lange juristische Nachwirkung. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass Sicherheits- und Verteidigungspolitik nicht nur militärische und strategische Fragen aufwirft, sondern auch eine intensive rechtliche Vorbereitung erfordert. Je klarer die gesetzlichen Grundlagen im Vorfeld definiert werden, desto geringer ist das Risiko, dass notwendige Entscheidungen im Ernstfall in einem rechtlichen Graubereich getroffen werden müssen.
10. Februar 2026
PRESSEMITTEILUNG

Aktuelles Seminarprogramm:

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Kommende Praxisseminare


10.03.2026


A.1 Besteuerung der öffentlichen Hand


Umsatzsteuerbefreiungen und -entlastungen | Steuerpflichten und Risiken | Steuerlicher Querverbund | Einlagenkonto | Fresh up zur Neuordnung der Umsatzbesteuerung durch § 2b UStG | Betriebsprüfungen | Praxisbeispiele


11.03.2026


A.6 Grundlagen der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und des Controllings von öffentlichen Investitionen


Rechtliche Grundlagen | Investitionsrechnungen | Nutzwertanalyse | Risiken | Szenario- und Sensitivitätsanalyse | Praxisbeispiele | Beschaffungsalternativen | Investitionscontrolling | Software


17.-18.03.2026


C.17 Vergaberecht für ITler – Grundlagen und EVB-IT


Verfahrenswahl | Eignungs- und Wertungskriterien | Rahmenvereinbarungen | Kommunikation und Dokumentation | Grundlage der EVB-IT | EVB-IT Dienstleistung & Instandhaltung | EVB-IT Cloud & Systemverträge


18.03.2026


C.28 Rechtssichere Verwendung von EU-Fördermitteln – Vergabeverfahren und Vermeidung von Rückforderungen


Grundlagen Zuwendungs- und Zuwendungsvergaberecht | Fehlervermeidung im Verfahren |

Fördermittelrückforderung | Rechtsschutz | Aktuelle Rechtsprechung


24.03.2026


VG.1 Direktauftrag und freihändige (Verhandlungs-) Vergabe


Basiswissen Direktvergabe & freihändige (Verhandlungs-)Vergabe | Vertragsunterlagen & Dokumentation | Simulation von Direktvergaben & Freihändigen Vergaben (Praxisübungen)


25.03.2026


VG.2 Leistungsbeschreibungen und Vertragsbedingungen richtig erstellen


Grundlagen Leistungsbeschreibung | Umwelt- und Nachhaltigkeitskriterien | Rolle Künstliche Intelligenz | Vertragsbedingungen erstellen |  Leistungsstörungen & Haftungsfragen | Praxisübungen


26.03.2026


VG.3 Die richtige Eignungsprüfung und Angebotswertung


Eignungsprüfung & Rechtssichere Dokumentation | Angebotswertung | Ausschreibungsvorbereitung | Angebotsprüfung | Wertungsmethoden | Praxisübungen


14.04.2026


J.18 Inklusive Kommunikation – authentisch, barrierefrei und zielgruppengerecht


Grundlagen Behinderungen & Inklusion | Zielgruppen & Barrieren | Input Role Models | Barrierefreier Content | Social Media | Eigener Handlungsspielraum


17.04.2026


J.13 KI-Assistenten und KI-Agenten (inkl. Fallstudien aus dem öffentlichen Dienst)


KI-Agentenfunktion | Chat GPT Aufgabenplanung & Automatisierung | Deep Research | KI-Chatbots | KI-Agenten für Behörden | Praxisbeispiele & Übungen


21.04.2026


G.19 Rechtliche Grundlagen des BIM


BIM-Planungsmethode | Grundlagen | Rechtliches Gefüge | Rollen | Dokumente | Beispiel-Kommune | BIM und HOAI | BIM und VOB/C | Nachhaltigkeit


22.04.2026


C.26 Vergabe von und Vertragsgestaltung bei Architekten- und Ingenieurleistungen


Vergabeverfahren von Architekten- und Ingenieurleistungen | Aktuelle Entwicklungen und Rechtsprechung | Vertragsgestaltung | Gesetzliche und rechtliche Rahmenbedingungen

28.04.2026


G.5 Öffentliche Bauvorhaben gekonnt managen – erfolgreiche Projektsteuerung für Bauherren, Auftraggeber und Projektmanager


Methoden und Instrumente | Planänderungen und Mehrkosten Risikomanagement |

Änderungsmanagement | Praxisbeispiele


05.05.2026


K.13 Elektronische Aktenführung im DMS implementieren und rechtskonform umsetzen


Rechtliche Grundlagen | Scanstrategien | DMS | E-Akte | IT-Umgebung | Digitale Archivierung


06.05.2026


K.15 Künstliche Intelligenz im öffentlichen Sektor: Chancen, Risiken und rechtliche Rahmenbedingungen


KI-Verordnung (KI-VO) | Datenschutzanforderungen (DSGVO) | technische und rechtliche Aspekte | datenschutzkonformer Einsatz von KI | KI-Kompetenz gemäß Art. 4 KI-VO


19.05.2026


C.1 Praxisgerechte Ausschreibung von Rahmenvereinbarungen – flexibel, effizient und sicher


Wie gelingt die Ausschreibung von Rahmenvereinbarungen?


20.05.2026


C.2 Vertragsrecht und Vertragsmanagement an der Schnittstelle zum Vergaberecht


In und außerhalb von Krisenzeiten erfolgreich Verträge gestalten

09.06.2026


J.16 Social Media Next Level: Aktuelle Trends, Verwaltungs-Influencer und Corporate Influencing in der öffentlichen Hand


Kommunikationstrends | Corporate  Influencing | Positionierung | Aktuelle Plattformen | Glaubwürdigkeit | Praxisübungen

10.06.2026


J.17 Social Media Next Level: Rechtssicherheit für öffentliche Einrichtungen


Rechtliche Leitplanken auf Social Media | Grundsätze staatlicher Kommunikation | Pressearbeit | Content & Urheberrecht | Rechteeinkauf & Nutzungsrechte | KI-Content | Datenschutz & Haftungsrisiken | Praxisbeispiele | Fallarbeiten


17.06.2026


A.10 Öffentliches Haushaltsrecht – Einführung in die Kameralistik der öffentlichen Haushalte


Grundlagen der kameralen Haushaltsführung | Wie lese ich einen Haushaltsplan | Grundsätze der Bewirtschaftung | Allgemeine Ansätze zur Flexibilisierung von Haushaltsmitteln

23.06.2026


A.8 Modernes Beteiligungsmanagement und seine Steuerung in der öffentlichen Hand – inkl. detailliertem Erfahrungsbericht der Stadt Frankfurt am Main


Klare Regelungen zur Beteiligungssteuerung | Risikomanagement und -controlling | Compliance | Prozessoptimierung | Berichtswesen | Beteiligungssteuerung – Neuer KGSt Bericht 2024


23.06.2026


G.17 Professioneller Umgang mit gestörten Planungs- und Bauabläufen im öffentlichen Bauwesen


Technische Nachträge | Nachtragsforderungen nach VOB/B und BGB | Terminplanung im Bauablauf | Gestörte Bauabläufe | Finanzielle Ansprüche des Auftragnehmers und Auftraggebers


24.06.2026


G.9 Betreiberverantwortung und -Risiken im Liegenschaftsmanagement der öffentlichen Hand


Verantwortungsbereiche von Führungskräften | Betreiberpflichten & Rechtsfolgen | Schuld- und Haftungsfrage | Pflichtenübertragung | Entlastungs- und Exkulpationsmöglichkeiten | Praxisbeispiele


30.06.2026


K.12 Mediale Barrierefreiheit gesetzeskonform umsetzen – Homepage und Apps


Grundsätze & Standards der Barrierefreiheit | Barrierefreie Webseiten | Technologien & Werkzeuge | zielgruppengerechte Inhalte | soziale Medien & Kommunikation | Überprüfung


01.07.2026


K.18 IT-Sicherheit aus Sicht der Angreifer: Sensibilisierung mit Hacking-Tools, Phishing und KI


Einführung IT-Sicherheit | Tools von Kali Linux | Phishing | WLAN-Sicherheit | Social Engineering | KI-Sicherheit


08.07.2026


P.5 Lizenzverträge und F+E-Kooperationen rechtssicher gestalten


IP-Transfer | Lizenz- und Vertragsklauseln | Haftung und Vertragsstrafen | Geheimhaltungsvereinbarungen | Erfinder- und Erfindervergütungsfragen | Innerkonzernliche F+E

„Ohne Vertrauen kriegen Sie keine
offene Kommunikation."
Lars Scheider, Leiter Beteiligungsmanagement,
Stadt Frankfurt am Main

„Wer bereit ist, Erfahrungen auszutauschen und von anderen zu lernen, der ist bereit, Veränderungen in der eigenen Organisation zuzulassen."
Till Spurny, Fortbildungskampagne

Im Rahmen eines neu konzipierten, gestrafften und effizienten Veranstaltungsformats ermöglichen wir eine qualitativ hochwertige, effiziente und preiswerte Wissensvermittlung für unsere Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus öffentlichen Unternehmen, Institutionen, Verwaltungen und Behörden.

Ob vor Ort oder online - bei der Gestaltung und Umsetzung unserer Praxisseminare lassen wir uns stets von dem Grundsatz leiten, den größtmöglichen Nutzen für die Teilnehmenden durch einen direkten und unmittelbaren Austausch sowohl mit den Experten und Expertinnen als auch untereinander zu erreichen.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und beantworten Ihre Fragen gerne persönlich.
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H.9 DSGVO FreshUp – Update, Vertiefung, Handlungssicherheit

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A.1 Besteuerung der öffentlichen Hand

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A.6 Grundlagen der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und des Controllings von öffentlichen Investitionen

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C.17 Vergaberecht für ITler – Grundlagen und EVB-IT

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C.28 Rechtssichere Verwendung von EU-Fördermitteln – Vergabeverfahren und Vermeidung von Rückforderungen

C.17 Vergaberecht für ITler – Grundlagen und EVB-IT

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VG.1 Direktauftrag und freihändige (Verhandlungs-) Vergabe

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VG.2 Leistungsbeschreibungen und Vertragsbedingungen richtig erstellen

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VG.3 Die richtige Eignungsprüfung und Angebotswertung

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Preis- Leistungsverhältnis

Durch kontinuierliche Verbesserung und Abstimmung der Kundenanforderungen versuchen wir, ein bestmögliches Preis-Leistungsverhältnis für Sie zu erreichen. 

Netzwerk und Kunden

Unsere Kunden kommen aus allen Ebenen der deutschen Verwaltung, von Bundesministerien über Landesbehörden bis hin zu Städten und Gemeinden sowie aus Institutionen, Organisationen, Universitäten, Forschungs- einrichtungen und Kliniken sowie Verbänden und Gesellschaften bzw. Körperschaften des öffentlichen Rechts.

Garantierte Qualität

Die Qualität unserer Fach- und Praxisseminare wird durch die Kompetenz und das Renommee unserer Referenten und Referentinnen gewährleistet.