Fortbildungskampagne öffentliches Recht
Rufnummer für Rückfragen
+49 30 89 56 27 16

Blog-Layout

Szenario-Beschreibung mit Chat GPT – Neuwahl & Digitalisierung

17. November 2024

Szenarien für Neuwahlen und Verwaltungsdigitalisierung

Beitrag: Till Spurny


Im Folgenden werden mögliche Szenarien beschrieben, die sich nach der anstehenden Neuwahl des Bundestages ergeben könnten. Diese Szenarien wurden von Chat GPT 4o frei erfunden. Es handelt sich hierbei um ein informativ-unterhaltsames Experiment, das ich schon aufgrund der unterschiedlichen Denkanstöße und Anregungen als lesenswert empfinde.


Dieser Beitrag soll nicht als politische Meinungsäußerung missverstanden werden, da es mir in keiner Weise um politische Tendenzen geht. Der exakte Wortlaut meiner Prompts wird an dieser Stelle nicht veröffentlicht.


Das Tool generierte die folgenden drei Szenarien:



Szenario 1: Die Fortsetzung der wirtschaftlichen Fragmentierung unter einer schwachen Koalitionsregierung


Nach den Neuwahlen gelingt es keiner Partei, eine klare Mehrheit zu erzielen, und eine fragile Koalition aus CDU, FDP und Grünen formiert sich. Die inhaltlichen Spannungen zwischen wirtschaftsliberalen und ökologischen Positionen führen zu anhaltender politischer Lähmung. Währenddessen setzen die USA unter Trump und Musk eine aggressive protektionistische Handelspolitik um, die deutsche Exporte erheblich belastet. Die neuen Strafzölle und Exportrestriktionen treffen vor allem die Automobil- und Maschinenbauindustrie, während der technologische Wettlauf in Schlüsselbereichen wie Künstlicher Intelligenz und Raumfahrt weiter angeheizt wird.


Die wirtschaftliche Unsicherheit verschärft die soziale Unzufriedenheit in Deutschland. Angesichts steigender Arbeitslosenzahlen und stagnierender Löhne wächst die Attraktivität populistischer Parteien, wodurch die politische Polarisierung zunimmt. Gleichzeitig erstarkt die BRICS-Allianz, während Deutschland und die EU Schwierigkeiten haben, eine klare Position gegenüber China und Russland zu definieren. Das Risiko, von internationalen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen zu werden, steigt.


Im Nahen Osten eskaliert der Konflikt zwischen Israel und den Hamas weiter, was die geopolitische Instabilität verstärkt und die Energiepreise in die Höhe treibt. Deutschlands Abhängigkeit von Importen fossiler Energieträger wird erneut zum Hindernis, da Investitionen in erneuerbare Energien aufgrund interner politischer Blockaden ins Stocken geraten. Europa steht an einem Scheideweg, aber Berlin kann keine Führungsrolle übernehmen.



Szenario 2: Der Bruch mit Traditionen – CDU öffnet sich der AfD


In einer überraschenden Wendung überdenkt die CDU ihre bisherige Ablehnung gegenüber der AfD und bildet nach langen Verhandlungen eine Regierung. Dieses Szenario entfaltet tiefgreifende Auswirkungen auf das gesellschaftliche Klima in Deutschland und in Europa. Während die neue Koalition versucht, eine harte Linie in Migrations- und Sicherheitspolitik durchzusetzen, brechen internationale Investitionen ein, da Deutschland zunehmend als instabiler und isolierter Partner wahrgenommen wird. Innerhalb der EU führt der Kurs der neuen Regierung zu Spannungen, insbesondere mit Frankreich und den südlichen Mitgliedstaaten.


Die USA nutzen die entstandenen Risse in der EU, um die eigene Dominanz über westliche Märkte zu verstärken. Trump und Musk bauen ein Bündnis mit Indien und Brasilien auf, das auf eine Schwächung der europäischen Wirtschaft abzielt. Deutschland verliert an Bedeutung als transatlantischer Partner, während sich die Machtverhältnisse in Richtung Asien verschieben. Die wirtschaftliche Integration der BRICS-Staaten nimmt zu, und europäische Unternehmen verlieren an Wettbewerbsfähigkeit in zentralen Zukunftsmärkten.


Gleichzeitig verstärkt der Ukraine-Konflikt den Druck auf Europa, eine einheitliche Außenpolitik zu entwickeln. Die neue deutsche Regierung jedoch zeigt wenig Interesse daran, sich in globale Konflikte einzumischen, und gerät innerhalb der NATO zunehmend in die Defensive. Auch die Beziehungen zu Israel werden durch eine zurückhaltende Außenpolitik belastet, was Deutschlands internationale Isolation weiter vertieft.



Szenario 3: Erneuerung durch eine progressive Allianz


Nach intensiven Verhandlungen gelingt eine überraschende Koalition aus SPD, Grünen und dem neu gegründeten Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Die neue Regierung setzt auf eine ambitionierte Sozial- und Wirtschaftspolitik mit Fokus auf den Ausbau erneuerbarer Energien, die Förderung von Innovationen und eine stärkere soziale Absicherung. Dieser Kurs findet zunächst international Zustimmung, doch die Herausforderungen bleiben erheblich.


Die USA unter Trump und Musk bleiben ein unberechenbarer Partner. Ihre „America First“-Politik führt zu weiteren Handelskonflikten, die die deutsche Wirtschaft unter Druck setzen. Dennoch gelingt es Deutschland, innerhalb der EU und gemeinsam mit Frankreich eine starke Position zu wahren, die auf Zusammenarbeit und Diversifikation der Handelsbeziehungen setzt. Neue Allianzen mit Indien und afrikanischen Staaten eröffnen Chancen, doch der Aufbau dieser Beziehungen ist langwierig und voller Hürden.


Im Nahen Osten unternimmt Deutschland unter der neuen Regierung verstärkte diplomatische Bemühungen, um zu einer Deeskalation des Konflikts beizutragen. Gleichzeitig wird die Ukraine weiterhin militärisch und humanitär unterstützt, was den Rückhalt innerhalb der EU sichert. Dennoch steht Deutschland vor der Herausforderung, die innenpolitische Stabilität zu wahren, da die wirtschaftlichen Belastungen für die Bevölkerung zunehmen.


Die neue Regierung zeigt zwar eine klare Vision, doch die Umsetzung ihrer Pläne stößt auf massiven Widerstand seitens der Opposition und konservativer Kräfte in der Wirtschaft. Ob dieser Weg langfristig erfolgreich sein kann, bleibt ungewiss, aber er bietet eine Perspektive für eine nachhaltigere und sozial gerechtere Zukunft.



Im Anschluss ließ ich diese Szenarien auf die Auswirkungen auf die Verwaltungsdigitalisierung erweitern. Chat GPT präzisierte die Szenarien im Hinblick auf die Digitalisierung wie folgt:



Szenario 1: Verwaltungsmodernisierung unter einer schwachen Koalition


Die fragile Koalition aus CDU, FDP und Grünen würde sich schwertun, eine klare und kohärente Digitalisierungsstrategie für die Verwaltung zu entwickeln. Die ideologischen Spannungen zwischen den Koalitionspartnern könnten dazu führen, dass sich Reformprojekte in endlosen Diskussionen verlieren und nicht konsequent umgesetzt werden.

  • Status Quo statt Innovation: Die Digitalisierung bleibt Stückwerk. Projekte wie das Onlinezugangsgesetz (OZG), das die Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen vorantreiben soll, stagnieren oder verzögern sich weiter. Die föderalen Strukturen behindern den Fortschritt, da Bund, Länder und Kommunen nicht an einem Strang ziehen.

  • Fehlende Innovationskraft: Der Fokus auf Haushaltskonsolidierung angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen könnte Investitionen in digitale Infrastruktur und moderne Technologien weiter bremsen. Zudem fehlen politischer Wille und klare Verantwortlichkeiten, um zentrale Digitalisierungsprojekte wie einheitliche Bürgerportale oder KI-basierte Verwaltungsprozesse voranzutreiben.

  • Internationale Rückständigkeit: Im internationalen Vergleich fällt Deutschland bei der Verwaltungsmodernisierung weiter zurück. Unternehmen und Bürger verlieren zunehmend das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der staatlichen Institutionen, was die wirtschaftliche Lage weiter verschärft.



Szenario 2: Digitalisierung unter einer CDU-AfD-Koalition


In diesem Szenario würde die Verwaltungsdigitalisierung eine gänzlich andere Dynamik entwickeln, die stark von der ideologischen Ausrichtung der neuen Regierung geprägt wäre. Die CDU und die AfD könnten sich auf eine technokratische und sicherheitsfokussierte Digitalisierungsstrategie einigen.

  • Zentralisierung und Kontrolle: Die Regierung würde vermutlich versuchen, digitale Verwaltungsstrukturen zentral zu steuern, um Effizienz und Kontrolle zu maximieren. Dabei könnten Datenschutz und Bürgerrechte in den Hintergrund treten, zugunsten von Überwachungsmaßnahmen und restriktiveren Sicherheitsgesetzen.

  • Staatlicher Fokus auf "kritische Infrastruktur": Investitionen in die Digitalisierung konzentrieren sich vor allem auf sicherheitsrelevante Bereiche, wie die Cybersicherheit und den Schutz kritischer Infrastrukturen. Gleichzeitig könnten Technologien wie KI und Big Data stärker für Überwachung und Steuerung eingesetzt werden, was zu einer restriktiveren politischen Atmosphäre führt.

  • Stagnation bei Bürgerdiensten: Bürgerorientierte Services wie digitale Passbeantragung oder transparente Portale bleiben nachrangig. Kleine und mittelständische Unternehmen, die auf effiziente Verwaltung angewiesen sind, könnten in ihrer Wettbewerbsfähigkeit weiter beeinträchtigt werden.

  • Verlust internationaler Standards: Da internationale Investoren zunehmend skeptisch auf die politischen Entwicklungen blicken, fehlt es an Druck, innovative und internationale Standards zu übernehmen. Die Digitalisierung würde isolierter und nationaler ausgerichtet, was langfristig zu technologischen Nachteilen führen könnte.



Szenario 3: Fortschritte durch eine progressive Allianz


Unter der Regierung aus SPD, Grünen und dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) könnte die Verwaltungsdigitalisierung einen Aufschwung erleben, da diese Konstellation soziale Gerechtigkeit und Modernisierung in den Fokus rückt.

  • Investitionen in die digitale Infrastruktur: Diese Regierung könnte gezielt in den flächendeckenden Breitbandausbau und moderne IT-Infrastruktur investieren, um die Grundlage für eine effiziente digitale Verwaltung zu schaffen. Ein besonderes Augenmerk läge auf der Zugänglichkeit und Barrierefreiheit digitaler Dienste.

  • Bürgerzentrierte Digitalisierung: Projekte wie ein zentrales Bürgerportal, das den Zugang zu Verwaltungsdienstleistungen vereinfacht, könnten zügig umgesetzt werden. Technologien wie KI würden genutzt, um Behördengänge zu automatisieren, Wartezeiten zu verkürzen und Transparenz zu schaffen.

  • Föderale Harmonisierung: Die Regierung könnte versuchen, die föderalen Strukturen der deutschen Verwaltung besser zu koordinieren, etwa durch eine stärkere Rolle des Bundes bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten. Die Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen wird intensiviert, um Doppelarbeit und Verzögerungen zu vermeiden.

  • Integration von KI und Datenanalyse: Fortschrittliche Technologien könnten in Bereichen wie Sozialhilfe, Stadtplanung und Umweltmanagement integriert werden. Ein ethischer Rahmen sorgt dafür, dass Datenschutz und Bürgerrechte gewahrt bleiben.

  • Europaweite Zusammenarbeit: Deutschland könnte eine Vorreiterrolle in der EU einnehmen, indem es digitale Standards und Projekte wie die Einführung eines EU-weiten digitalen Identitätsnachweises fördert.



Zusammenfassend:


Im ersten Szenario bleibt die Verwaltungsdigitalisierung ein Flickenteppich, der die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands schwächt.

Im zweiten Szenario wird die Digitalisierung stärker zentralisiert und sicherheitsfokussiert, jedoch auf Kosten von Innovation und Bürgerfreundlichkeit.


Im dritten Szenario könnte Deutschland einen Sprung nach vorne machen, indem eine bürgerorientierte, nachhaltige und europaweit vernetzte Digitalisierungsstrategie umgesetzt wird.

Für weitere Informationen und Fragen wenden Sie sich bitte an: 


Constanze Korb

Fortbildungskampagne öffentliches Recht

Presse und Kommunikation


Tel.: +49 (0) 30 89 56 27 13

E-Mail: presse@fortbildungskampagne.de


Über Fortbildungskampagne öffentliches Recht:


Die Fortbildungskampagne öffentliches Recht wurde 2019 in Berlin gegründet und erweitert das Weiterbildungsangebot im öffentlichen Sektor durch effiziente Veranstaltungen im Online-Format. ExpertInnen aus der Praxis, aus Forschung und Lehre und dem Rechtsbereich vermitteln ihr fundiertes Wissen im Rahmen von Seminaren und Inhouse-Schulungen. Die Veranstaltungen bieten einen direkten Austausch mit den ReferentInnen vor Ort und online.


Die Fortbildungskampagne eruiert über fortlaufende Recherchen und den ständigen Austausch mit ExpertInnen und Institutionen den tatsächlichen Fortbildungsbedarf an aktuellen und praxisrelevanten Themen. Sie versteht sich als eine innovative Plattform für Wissenstransfer, deren Angebot die öffentliche Hand aktiv mitgestalten kann. 



(Abbildung lizensiert durch: Alarmy)


31. März 2025
Meinungsbeitrag: Till Spurny Ein Wort wie „Entmenschlichung“ brachte man bis vor kurzem allenfalls mit den Verbrechen des Nationalsozialismus in Deutschland in Verbindung. Inzwischen werden jedoch von der amerikanischen Regierung Pressefotos verbreitet, auf denen Menschen in Gefangenschaft gezeigt werden, mit kahl geschorenen Köpfen, unwürdig in eine gebeugte Haltung gedrückt, um die „erfolgreichen Deportationen“ aus den USA zu belegen. Das ist ein Beispiel für Entmenschlichung, einer Vorstufe zu noch mehr Entwürdigung und roher Gewalt. Dass die aggressive Rhetorik und die dazugehörenden Handlungen der US-Regierung (Stichwort: Yemen) wie eine Gewaltankündigung verstanden werden können, zeigt nicht zuletzt ein aktuelles Zitat von Warren Buffet, in dem er die Erhebung von Zöllen als „Kriegshandlung“ bezeichnet (Tariffs are 'an act of war ', W. Buffet). Warum ist das relevant, wenn man zum Beispiel gerade dabei ist, die Digitalisierung voranzutreiben und Prozesse durch Technologie, Software und KI zu vereinfachen? Die Beobachtung dieser schleichenden Entmenschlichung ist deshalb relevant, weil wir uns in Deutschland bereits in einer Situation wiederfanden, in der die Puzzleteile und Einzelereignisse retrospektiv rekonstruiert werden mussten, um die größte Katastrophe unserer Geschichte zu erklären. Im Rückblick wurde dann schrittweise erklärbar, wie es zu einer Situation kommen konnte, in der Menschen nicht mehr Menschen waren. In der Rückschau konnte man dann den Stellenwert einzelner Ereignisse bewerten und konkret aufzeigen, wie letztlich eines zum anderen führen konnte. Auch wenn heute niemand sagen kann, in welche Zukunft wir uns konkret bewegen, mit welcher Überschrift das gegenwärtige Kapitel in den Geschichtsbüchern einst überschrieben sein wird, so ist doch spürbar, dass dies ein historischer Moment ist. Werden neue Technologien und Innovationen vor diesem Hintergrund stets mit einer positiv besetzten Vorstellung von Fortschritt und Entwicklung verbunden bleiben? Oder ist es denkbar, dass zum Beispiel künstliche Intelligenz einst mit Kontrolle, Herrschaft und Macht in Verbindung gebracht wird? Das darf man durchaus fragen, angesichts einer nahezu vollständig selbstverständlichen und weitreichenden Technologieabhängigkeit. Wem das gänzlich abwegig erscheint, der möge sich fragen, wie es der Technologie-Industrie bisher gelungen ist, Produkte an hunderte Millionen oder gar Milliarden von Kunden zu verkaufen und gleichzeitig die negativen Konnotationen aus Orwell's 1984 und anderen Fiktionen zu vermeiden. Es ist durchaus bezeichnend, dass Jensen Huang, Gründer und CIO von NVIDIA, dem wichtigsten Hersteller von KI-Prozessoren der Welt, kürzlich eine Kollaboration im Bereich Robotics zwischen NVIDIA, Open AI und Disney Research verkündet hat. Das lässt erkennen, dass man auch für ernsthafte KI-gestützte Roboter-Technologie offenbar ein Unternehmen wie Disney benötigt, das den Maschinen Töne, Geräusche und Gesten einverleiben kann. Damit wird uns Menschen das Gefühl vermittelt, es mit intelligenten Wesen zu interagieren anstatt mit Plastik- und Aluminiumkästen und Kupferdrähten. Im besten Fall unterstützt uns die Technologie darin, einfach menschlich zu sein - eben Mensch zu sein. Doch das bedeutet auch, dass wir aufhorchen sollten, wenn die Grenze zur Entmenschlichung überschritten wird.
17. Februar 2025
Lebenslang lernen - Fluch oder Segen?
Weitere Beiträge
Share by: