Fortbildungskampagne öffentliches Recht
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Neues Tool von CIO.Bund.de für die Erstellung von EVB-IT Rahmenvereinbarungen veröffentlicht

15. November 2024

PRESSEMITTEILUNG

Meilenstein in der Digitalisierung: Ein neu entwickeltes Tool ermöglicht die digitale Erstellung von Rahmenvereinbarungen


Die Fortbildungskampagne öffentliches Recht ist der erste Weiterbildungsanbieter, der ein Praxisseminar zur Anwendung des neuen Tools der Arbeitsgruppe EVB-IT für die digitale Erstellung von Rahmenvereinbarungen anbietet. Das Seminar wurde mit zwei Mitgliedern der Arbeitsgruppe EVB-IT, Dr. Moritz Philipp Koch und Robert Thiele, entwickelt und findet erneut am 10. und 11. März 2025 online statt. 


Das neue Tool wurde erstmals am 24.09.24 auf der Seite CIO.Bund.de zum Download und zur Nutzung freigegeben. Zeitgleich führte die Fortbildungskampagne ein Seminar zur Vorstellungen des Tools durch, das bereits im Vorfeld angekündigt wurde. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars gehörten daher zu den ersten Nutzern überhaupt und konnten den Referenten wichtige Anhaltspunkte und Rückmeldungen zur Anwendbarkeit geben.


Screenshot vom Tag der Veröffentlichung:

Das neue Tool stellt aufgrund seiner Inhalte und der technischen Umsetzung einen Meilenstein in der Digitalisierung dar. Im Praxisseminar können Teilnehmende das Tool anhand von Beispielfällen ausprobieren und in Zusammenarbeit mit den Referenten eigene Rahmenvereinbarungen erstellen. Außerdem erfahren sie Insider-Informationen zur zukünftigen Weiterentwicklung des Tools. 


Am ersten Seminartag wird es zunächst um die Grundlagen von Rahmenvereinbarungen und die inhaltliche und technische Beschaffenheit des neuen Tools gehen. Die Teilnehmenden werden sich Mustervorlagen anschauen und eine gemeinsame Praxisübung durchführen. Am zweiten Tag werden die Teilnehmenden tiefer in die Praxisarbeit einsteigen und Rahmenvereinbarungen für einen exemplarischen Beschaffungsgegenstand erstellen. Die jeweilige Gruppe kann je nach Wissenstand und Komplexität frei gewählt werden. Der Teilnehmerkreis wird dabei die Möglichkeit haben, eigene Beschaffungsvorhaben im Rahmen des Seminars durchzuspielen. 


Terminübersicht


10.-11.03.2025


C.27 EVB-IT Rahmenvereinbarung – Das neue Tool zur Vertragserstellung auf CIO.Bund.de


Digitalisierung der IT-Vergabe | Rahmenvereinbarungen ab jetzt digital erstellen | Musterverträge für verschiedene Beschaffungen | Praktische Übungen und Live-Vertragserstellung im Seminar


Inhaltsübersicht: 


  • EVB-IT und rechtliche Grundlagen von Rahmenvereinbarungen
  • Effizient und rechtssicher mit den EVB-IT beschaffen
  • Entscheidungshilfe: Auswahl des geeigneten Vertragstyps
  • Einführung und Definition von Rahmenvereinbarungen
  • Praxis-Tipp: Konkrete Empfehlungen für den Umgang mit Schätzung und Höchstmengen/ Höchstwerten
  • Wie gelingt die Ausschreibung von Rahmenvereinbarungen?
  • Passende Eignungskriterien
  • Das Herzstück des Vergabeverfahrens: Die Leistungsbeschreibung bei Rahmenvereinbarungen
  • Die Zuschlagskriterien und ihre Gewichtung bei Rahmenvereinbarungen
  • Die richtige Verfahrenswahl bei der Ausschreibung von Rahmenvereinbarungen
  • Das neue Tool zur Vertragserstellung auf CIO.Bund.de – Umfangreiches Leistungsspektrum
  • Vertragsrechtliche Bestandteile und neuartige inhaltliche Ausrichtung
  • Entwicklungsausblick: Perspektivische Zusammenfassung aller elf Vertragstypen im neuen Tool
  • Interview Tool
  • Formulardesigner
  • Erstellung einer digitalen Rahmenvereinbarung in Form eines Playbooks 
  • Praktische Übung anhand von Vertragsvorlagen in Form von Muster-Playbooks
  • Praxisübung anhand von Beispielfällen mit unterschiedlicher Komplexität
  • Eigene Vertragserstellung


Referenten


Dr. Moritz Philipp Koch

Leiter Sourcing und Vergabe

Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW)

Mitglied der Arbeitsgruppe EVB-IT

Ehrenamtlicher Beisitzer der Vergabekammer Westfalen


Robert Thiele, MBA

Syndikusrechtsanwalt

Techniker Krankenkasse

Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe EVB-IT

Leiter der Verhandlungsdelegation der Arbeitsgruppe EVB-IT


(Download Agenda)


Für weitere Informationen und Fragen wenden Sie sich bitte an: 


Constanze Korb

Fortbildungskampagne öffentliches Recht

Presse und Kommunikation


Tel.: +49 (0) 30 89 56 27 13

E-Mail: presse@fortbildungskampagne.de


Über Fortbildungskampagne öffentliches Recht:


Die Fortbildungskampagne öffentliches Recht wurde 2019 in Berlin gegründet und erweitert das Weiterbildungsangebot im öffentlichen Sektor durch effiziente Veranstaltungen im Online-Format. ExpertInnen aus der Praxis, aus Forschung und Lehre und dem Rechtsbereich vermitteln ihr fundiertes Wissen im Rahmen von Seminaren und Inhouse-Schulungen. Die Veranstaltungen bieten einen direkten Austausch mit den ReferentInnen vor Ort und online.


Die Fortbildungskampagne eruiert über fortlaufende Recherchen und den ständigen Austausch mit ExpertInnen und Institutionen den tatsächlichen Fortbildungsbedarf an aktuellen und praxisrelevanten Themen. Sie versteht sich als eine innovative Plattform für Wissenstransfer, deren Angebot die öffentliche Hand aktiv mitgestalten kann. 

31. März 2025
Meinungsbeitrag: Till Spurny Ein Wort wie „Entmenschlichung“ brachte man bis vor kurzem allenfalls mit den Verbrechen des Nationalsozialismus in Deutschland in Verbindung. Inzwischen werden jedoch von der amerikanischen Regierung Pressefotos verbreitet, auf denen Menschen in Gefangenschaft gezeigt werden, mit kahl geschorenen Köpfen, unwürdig in eine gebeugte Haltung gedrückt, um die „erfolgreichen Deportationen“ aus den USA zu belegen. Das ist ein Beispiel für Entmenschlichung, einer Vorstufe zu noch mehr Entwürdigung und roher Gewalt. Dass die aggressive Rhetorik und die dazugehörenden Handlungen der US-Regierung (Stichwort: Yemen) wie eine Gewaltankündigung verstanden werden können, zeigt nicht zuletzt ein aktuelles Zitat von Warren Buffet, in dem er die Erhebung von Zöllen als „Kriegshandlung“ bezeichnet (Tariffs are 'an act of war ', W. Buffet). Warum ist das relevant, wenn man zum Beispiel gerade dabei ist, die Digitalisierung voranzutreiben und Prozesse durch Technologie, Software und KI zu vereinfachen? Die Beobachtung dieser schleichenden Entmenschlichung ist deshalb relevant, weil wir uns in Deutschland bereits in einer Situation wiederfanden, in der die Puzzleteile und Einzelereignisse retrospektiv rekonstruiert werden mussten, um die größte Katastrophe unserer Geschichte zu erklären. Im Rückblick wurde dann schrittweise erklärbar, wie es zu einer Situation kommen konnte, in der Menschen nicht mehr Menschen waren. In der Rückschau konnte man dann den Stellenwert einzelner Ereignisse bewerten und konkret aufzeigen, wie letztlich eines zum anderen führen konnte. Auch wenn heute niemand sagen kann, in welche Zukunft wir uns konkret bewegen, mit welcher Überschrift das gegenwärtige Kapitel in den Geschichtsbüchern einst überschrieben sein wird, so ist doch spürbar, dass dies ein historischer Moment ist. Werden neue Technologien und Innovationen vor diesem Hintergrund stets mit einer positiv besetzten Vorstellung von Fortschritt und Entwicklung verbunden bleiben? Oder ist es denkbar, dass zum Beispiel künstliche Intelligenz einst mit Kontrolle, Herrschaft und Macht in Verbindung gebracht wird? Das darf man durchaus fragen, angesichts einer nahezu vollständig selbstverständlichen und weitreichenden Technologieabhängigkeit. Wem das gänzlich abwegig erscheint, der möge sich fragen, wie es der Technologie-Industrie bisher gelungen ist, Produkte an hunderte Millionen oder gar Milliarden von Kunden zu verkaufen und gleichzeitig die negativen Konnotationen aus Orwell's 1984 und anderen Fiktionen zu vermeiden. Es ist durchaus bezeichnend, dass Jensen Huang, Gründer und CIO von NVIDIA, dem wichtigsten Hersteller von KI-Prozessoren der Welt, kürzlich eine Kollaboration im Bereich Robotics zwischen NVIDIA, Open AI und Disney Research verkündet hat. Das lässt erkennen, dass man auch für ernsthafte KI-gestützte Roboter-Technologie offenbar ein Unternehmen wie Disney benötigt, das den Maschinen Töne, Geräusche und Gesten einverleiben kann. Damit wird uns Menschen das Gefühl vermittelt, es mit intelligenten Wesen zu interagieren anstatt mit Plastik- und Aluminiumkästen und Kupferdrähten. Im besten Fall unterstützt uns die Technologie darin, einfach menschlich zu sein - eben Mensch zu sein. Doch das bedeutet auch, dass wir aufhorchen sollten, wenn die Grenze zur Entmenschlichung überschritten wird.
17. Februar 2025
Lebenslang lernen - Fluch oder Segen?
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