Fortbildungskampagne öffentliches Recht
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Mit jedem Seminar hat man die Chance, etwas Besonderes zu machen!

22. Juni 2023

GRUSS- UND DANKESWORT

von Till Spurny

Seitdem unsere erste Veranstaltung im Januar 2020 mit dem damals neuen Konzept der Fortbildungskampagne öffentliches Recht über die Bühne ging, hat sich nicht nur in unserem Umfeld einiges verändert, immerhin musste eine Pandemie bewältigt werden, sondern wir haben auch eine Menge dazu gelernt. Inzwischen sind es exakt 131 Seminare mit insgesamt 2557 Teilnehmenden, die wir in diesen dreieinhalb Jahren durchführen konnten. Neben den vielen Inhalten, dem Fachwissen und der Expertise, die an diesen 131 Terminen diskutiert wurden, haben wir eine ganze Reihe von interessanten Menschen kennen gelernt und neue Einblicke in deren Perspektiven gewonnen.


Wo wir zu Beginn manchmal noch ängstlich und skeptisch waren, ob sich für bestimmte Themen wohl genug Leute interessieren würden, so kann aus heutiger Sicht klar gesagt werden, dass sich Durchhaltevermögen und Ausdauer auszahlen. Da wir sehr daran interessiert sind, unsere Seminare kontinuierlich weiterzuentwickeln und nochmals zu überarbeiten, bevor beispielsweise ein Wiederholungstermin angesetzt wird, ist es schön zu sehen, wenn ein Seminar im Laufe der Zeit tatsächlich immer besser gelingt. Das ist ein großer Unterschied zu der Idee so mancher Veranstalter, gleich drei oder vier Termine auf einmal anzusetzen, ohne die Durchführung des betreffenden Seminars überhaupt zu evaluieren und an möglichen Verbesserungen zu arbeiten.

 

Und doch gibt es auch eine Kehrseite - dies ist letztlich menschlich und vielleicht unvermeidbar. Wo zu Beginn viel Kreativität und die Begeisterung für neue Ideen ist, dort schleicht sich manchmal auch Routine ein. Das gilt sowohl für uns als Veranstalter als auch für den ein oder anderen Referenten, besonders wenn er oder sie häufig auf Veranstaltungen auftritt.

 

Hierin liegt jedoch ein besonderer Schlüssel, denn jeder Seminartermin kann für eine oder auch mehrere Personen im Teilnehmerkreis etwas ganz Besonderes und Herausragendes darstellen. Das zu erleben und bewusst wahrzunehmen, ist ein Teil der Faszination in der Seminarorganisation.


Ideen, Wünsche und konkrete Herausforderungen gibt es viele. Der außergewöhnliche Zuspruch und die aktive Mitarbeit zahlreicher Experten und Expertinnen hat uns in die Lage versetzt, ein spannendes und hochkarätiges Programm für die Fortbildungskampagne öffentliches Recht aufzusetzen. Die neuen Seminare und Programmvorschauen sind bereits online verfügbar. 

 

Vielen Dank an alle, die mit uns interagieren und sich in ihrem jeweiligen Sachgebiet engagieren.
Wir freuen uns auf eine weiterhin spannende und bereichernde gemeinsame Zusammenarbeit!


Berlin, im Juni 23

Till Spurny

Für weitere Informationen und Fragen wenden Sie sich bitte an: 


Constanze Korb

Fortbildungskampagne öffentliches Recht

Presse und Kommunikation


Tel.: +49 (0) 30 89 56 27 13

E-Mail: presse@fortbildungskampagne.de


Über Fortbildungskampagne öffentliches Recht:


Die Fortbildungskampagne öffentliches Recht wurde 2019 in Berlin gegründet und erweitert das Weiterbildungsangebot im öffentlichen Sektor durch effiziente Veranstaltungen im Hybrid-Format. ExpertInnen aus der Praxis, aus Forschung und Lehre und dem Rechtsbereich vermitteln ihr fundiertes Wissen im Rahmen von Seminaren und Inhouse-Schulungen. Die Veranstaltungen bieten einen direkten Austausch mit den ReferentInnen vor Ort und online.


Die Fortbildungskampagne eruiert über fortlaufende Recherchen und den ständigen Austausch mit ExpertInnen und Institutionen den tatsächlichen Fortbildungsbedarf an aktuellen und praxisrelevanten Themen. Sie versteht sich als eine innovative Plattform für Wissenstransfer, deren Angebot die öffentliche Hand aktiv mitgestalten kann. 

31. März 2025
Meinungsbeitrag: Till Spurny Ein Wort wie „Entmenschlichung“ brachte man bis vor kurzem allenfalls mit den Verbrechen des Nationalsozialismus in Deutschland in Verbindung. Inzwischen werden jedoch von der amerikanischen Regierung Pressefotos verbreitet, auf denen Menschen in Gefangenschaft gezeigt werden, mit kahl geschorenen Köpfen, unwürdig in eine gebeugte Haltung gedrückt, um die „erfolgreichen Deportationen“ aus den USA zu belegen. Das ist ein Beispiel für Entmenschlichung, einer Vorstufe zu noch mehr Entwürdigung und roher Gewalt. Dass die aggressive Rhetorik und die dazugehörenden Handlungen der US-Regierung (Stichwort: Yemen) wie eine Gewaltankündigung verstanden werden können, zeigt nicht zuletzt ein aktuelles Zitat von Warren Buffet, in dem er die Erhebung von Zöllen als „Kriegshandlung“ bezeichnet (Tariffs are 'an act of war ', W. Buffet). Warum ist das relevant, wenn man zum Beispiel gerade dabei ist, die Digitalisierung voranzutreiben und Prozesse durch Technologie, Software und KI zu vereinfachen? Die Beobachtung dieser schleichenden Entmenschlichung ist deshalb relevant, weil wir uns in Deutschland bereits in einer Situation wiederfanden, in der die Puzzleteile und Einzelereignisse retrospektiv rekonstruiert werden mussten, um die größte Katastrophe unserer Geschichte zu erklären. Im Rückblick wurde dann schrittweise erklärbar, wie es zu einer Situation kommen konnte, in der Menschen nicht mehr Menschen waren. In der Rückschau konnte man dann den Stellenwert einzelner Ereignisse bewerten und konkret aufzeigen, wie letztlich eines zum anderen führen konnte. Auch wenn heute niemand sagen kann, in welche Zukunft wir uns konkret bewegen, mit welcher Überschrift das gegenwärtige Kapitel in den Geschichtsbüchern einst überschrieben sein wird, so ist doch spürbar, dass dies ein historischer Moment ist. Werden neue Technologien und Innovationen vor diesem Hintergrund stets mit einer positiv besetzten Vorstellung von Fortschritt und Entwicklung verbunden bleiben? Oder ist es denkbar, dass zum Beispiel künstliche Intelligenz einst mit Kontrolle, Herrschaft und Macht in Verbindung gebracht wird? Das darf man durchaus fragen, angesichts einer nahezu vollständig selbstverständlichen und weitreichenden Technologieabhängigkeit. Wem das gänzlich abwegig erscheint, der möge sich fragen, wie es der Technologie-Industrie bisher gelungen ist, Produkte an hunderte Millionen oder gar Milliarden von Kunden zu verkaufen und gleichzeitig die negativen Konnotationen aus Orwell's 1984 und anderen Fiktionen zu vermeiden. Es ist durchaus bezeichnend, dass Jensen Huang, Gründer und CIO von NVIDIA, dem wichtigsten Hersteller von KI-Prozessoren der Welt, kürzlich eine Kollaboration im Bereich Robotics zwischen NVIDIA, Open AI und Disney Research verkündet hat. Das lässt erkennen, dass man auch für ernsthafte KI-gestützte Roboter-Technologie offenbar ein Unternehmen wie Disney benötigt, das den Maschinen Töne, Geräusche und Gesten einverleiben kann. Damit wird uns Menschen das Gefühl vermittelt, es mit intelligenten Wesen zu interagieren anstatt mit Plastik- und Aluminiumkästen und Kupferdrähten. Im besten Fall unterstützt uns die Technologie darin, einfach menschlich zu sein - eben Mensch zu sein. Doch das bedeutet auch, dass wir aufhorchen sollten, wenn die Grenze zur Entmenschlichung überschritten wird.
17. Februar 2025
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