Fortbildungskampagne öffentliches Recht
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Neue Praxisseminar-Reihe im Bereich Nachhaltigkeit

6. Februar 2023

PRESSEMITTEILUNG

Die Fortbildungskampagne öffentliches Recht widmet sich vermehrt dem Thema Nachhaltigkeit in unterschiedlichen Fachbereichen

Aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels und der Ressourcenknappheit wird aktuell auch von Einrichtungen der öffentlichen Hand ein Bekenntnis zum nachhaltigen Handeln verlangt. Verschiedene gesetzliche Auflagen der Bundesregierung machen außerdem eine Auseinandersetzung mit diesem Thema in zahlreichen Fachbereichen unerlässlich. 

Im Jahr 2023 hat die Fortbildungskampagne den Auftakt dieser neuen Seminarreihe bereitet. Karsten Schäpermeier von der Fachhochschule Münster wird am 03.02.23 als Leiter der Hochschulkommunikation erläutern, wie man nachhaltiges Handeln adäquat nach innen und außen kommuniziert, wie man eine Strategie aufstellt und welche Kommunikationskanäle man dafür auswählt. 

Am 07.02.23 referieren Turadj Zarinfar und Philipp Wolff von der Zarinfar GmbH sowie Jens Panknin von den bbh Rechtsanwälten im Bereich Bau zum Thema “Energieversorgung von öffentlichen Liegenschaften mit Schwerpunkt Photovoltaik”. Sie erläutern zunächst die Grundlagen des europäischen Green Deal, den Rechtsrahmen und das GEG 2023. Dann erörtern sie die Nutzung erneuerbarer Energien, die kommunale Wärmeplanung sowie die Umsetzung von Photovoltaik-Anlagen und -Projekten. Darüber hinaus gehen sie auf das Vorgehen bei Bedarfsplanung und Machbarkeitsstudie ein.

Am 08.02.23 widmet sich Rechtsanwalt Alexander Pustal von den GÖRG Rechtsanwälten mit dem Seminar “Nachhaltigkeitsaspekte in der Beschaffung erfolgreich und rechtssicher umsetzen” dem nachhaltigen Einkauf. Neben den rechtlichen Grundlagen wird es einen Workshop zur Siegelkunde sowie Einblick in zahlreiche Praxisbeispiele geben. 

Schließlich wird es am 15. und 16.05.23 noch ein Praxisseminar in der Kategorie Bau geben. Neben Eva Anlauft vom Hochbauamt der Stadt Nürnberg ist Dipl.-Ing. Architektin Annette von Hagel von der Circular Building UG Expertin auf diesem Gebiet. Teilnehmende erfahren unter anderem, wie der Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz von der Stadt Nürnberg umgesetzt wird und wie man ein Konzept, einen Umsetzungsplan und Finanzierungsplan für einen klimaneutralen städtischen Gebäudebestand erstellt. Außerdem erhalten sie hilfreiche Tipps zu Leitlinien und zum Nachhaltigkeitscheck, zum abfallarmen und kreislaufgerechten Bauen, zur Lebenszyklusbetrachtung und zur Energieoptimierung. 

Für das zweite Halbjahr 2023 sind weitere Praxisseminare zum Thema Nachhaltigkeit geplant. 

Kommende Seminar im Überblick: 

Datum: 3. Februar 2023, online

Datum: 7. Februar 2023, online

Datum: 8. Februar 2023, online

Für weitere Informationen und Fragen wenden Sie sich bitte an: 


Constanze Korb

Fortbildungskampagne öffentliches Recht

Presse und Kommunikation


Tel.: +49 (0) 30 89 56 27 13

E-Mail: presse@fortbildungskampagne.de


Über Fortbildungskampagne öffentliches Recht:


Die Fortbildungskampagne öffentliches Recht wurde 2019 in Berlin gegründet und erweitert das Weiterbildungsangebot im öffentlichen Sektor durch effiziente Veranstaltungen im Hybrid-Format. ExpertInnen aus der Praxis, aus Forschung und Lehre und dem Rechtsbereich vermitteln ihr fundiertes Wissen im Rahmen von Seminaren und Inhouse-Schulungen. Die Veranstaltungen bieten einen direkten Austausch mit den ReferentInnen vor Ort und online.


Die Fortbildungskampagne eruiert über fortlaufende Recherchen und den ständigen Austausch mit ExpertInnen und Institutionen den tatsächlichen Fortbildungsbedarf an aktuellen und praxisrelevanten Themen. Sie versteht sich als eine innovative Plattform für Wissenstransfer, deren Angebot die öffentliche Hand aktiv mitgestalten kann. 

31. März 2025
Meinungsbeitrag: Till Spurny Ein Wort wie „Entmenschlichung“ brachte man bis vor kurzem allenfalls mit den Verbrechen des Nationalsozialismus in Deutschland in Verbindung. Inzwischen werden jedoch von der amerikanischen Regierung Pressefotos verbreitet, auf denen Menschen in Gefangenschaft gezeigt werden, mit kahl geschorenen Köpfen, unwürdig in eine gebeugte Haltung gedrückt, um die „erfolgreichen Deportationen“ aus den USA zu belegen. Das ist ein Beispiel für Entmenschlichung, einer Vorstufe zu noch mehr Entwürdigung und roher Gewalt. Dass die aggressive Rhetorik und die dazugehörenden Handlungen der US-Regierung (Stichwort: Yemen) wie eine Gewaltankündigung verstanden werden können, zeigt nicht zuletzt ein aktuelles Zitat von Warren Buffet, in dem er die Erhebung von Zöllen als „Kriegshandlung“ bezeichnet (Tariffs are 'an act of war ', W. Buffet). Warum ist das relevant, wenn man zum Beispiel gerade dabei ist, die Digitalisierung voranzutreiben und Prozesse durch Technologie, Software und KI zu vereinfachen? Die Beobachtung dieser schleichenden Entmenschlichung ist deshalb relevant, weil wir uns in Deutschland bereits in einer Situation wiederfanden, in der die Puzzleteile und Einzelereignisse retrospektiv rekonstruiert werden mussten, um die größte Katastrophe unserer Geschichte zu erklären. Im Rückblick wurde dann schrittweise erklärbar, wie es zu einer Situation kommen konnte, in der Menschen nicht mehr Menschen waren. In der Rückschau konnte man dann den Stellenwert einzelner Ereignisse bewerten und konkret aufzeigen, wie letztlich eines zum anderen führen konnte. Auch wenn heute niemand sagen kann, in welche Zukunft wir uns konkret bewegen, mit welcher Überschrift das gegenwärtige Kapitel in den Geschichtsbüchern einst überschrieben sein wird, so ist doch spürbar, dass dies ein historischer Moment ist. Werden neue Technologien und Innovationen vor diesem Hintergrund stets mit einer positiv besetzten Vorstellung von Fortschritt und Entwicklung verbunden bleiben? Oder ist es denkbar, dass zum Beispiel künstliche Intelligenz einst mit Kontrolle, Herrschaft und Macht in Verbindung gebracht wird? Das darf man durchaus fragen, angesichts einer nahezu vollständig selbstverständlichen und weitreichenden Technologieabhängigkeit. Wem das gänzlich abwegig erscheint, der möge sich fragen, wie es der Technologie-Industrie bisher gelungen ist, Produkte an hunderte Millionen oder gar Milliarden von Kunden zu verkaufen und gleichzeitig die negativen Konnotationen aus Orwell's 1984 und anderen Fiktionen zu vermeiden. Es ist durchaus bezeichnend, dass Jensen Huang, Gründer und CIO von NVIDIA, dem wichtigsten Hersteller von KI-Prozessoren der Welt, kürzlich eine Kollaboration im Bereich Robotics zwischen NVIDIA, Open AI und Disney Research verkündet hat. Das lässt erkennen, dass man auch für ernsthafte KI-gestützte Roboter-Technologie offenbar ein Unternehmen wie Disney benötigt, das den Maschinen Töne, Geräusche und Gesten einverleiben kann. Damit wird uns Menschen das Gefühl vermittelt, es mit intelligenten Wesen zu interagieren anstatt mit Plastik- und Aluminiumkästen und Kupferdrähten. Im besten Fall unterstützt uns die Technologie darin, einfach menschlich zu sein - eben Mensch zu sein. Doch das bedeutet auch, dass wir aufhorchen sollten, wenn die Grenze zur Entmenschlichung überschritten wird.
17. Februar 2025
Lebenslang lernen - Fluch oder Segen?
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